Konflikte in einer Beziehung

Manche Dinge in unserem Leben laufen seltsam. Was die Einen als Zufall abtun, bestaunen die Anderen als Magie.

Was dagegen selten als magisch empfunden wird, sind Missverständnisse in unserem Umfeld oder gar unserer Partnerschaft.

Was das nun mit Magie zu tun hat?

Wie meine Stammleser schon lange bemerken, führt die Liebesflüsterei derzeit ein an Zeit mangelndes Schattendasein. Jedes Mal wenn ich darüber nachdenke, ob ich diesen Pfad trotz aller Pläne und Ideen aufgebe, erhalte ich Emails auf meine alten Blogartikel. So auch mehrfach in den letzten Wochen.

Und immer wenn ich diese Seite aufrufe, antworten Herz und Seele im Einklang, dass es zum Thema Liebe, komplizierte Verbindungen und Partnerschaft noch jede Menge zu sagen gibt. Ich weiß, dass ich in der Zukunft wieder mehr Schreibezeit frei bekommen werde.

Doch derzeit steht nun einmal „Traumerfüllung“ auf dem Programm. Dazu gehört tatsächlich, was ich niemals für möglich gehalten hätte. Alle meine Wünsche und Träume der letzten Jahre, sind in die Erfüllung gegangen. Und das bedeutet, dass ich

  1. so viel zu tun habe, dass mein Tag nun mal nur 24h hat und deshalb aktuell jene Geschäftsbabies der letzten Jahre aus dem Kindergarten herauswuchsen, neue Schuhe und Taschen brauchten und endlich eine Größe erreichen, die keinen Mittagsschlaf mehr zulassen. Ich habe einen Punkt erreicht, in dem ich einen Hauptjob habe, von dem ich immer träumte und gleichzeitig alle meine Babies ins Ernten kommen. Das bringt eine neue Eigendynamik an Arbeit mit. Unfassbar cool daran ist, dass ich alles was ich tue liebe, aber jeder Tag trotzdem noch immer nicht mehr als 24 h bietet. Also muss jener Fuß, der bisher nur als Herzventil fungierte, noch ein wenig weiter schlummern, bis ich all meine Pläne hierfür dann ebenso umsetzen kann.
  2. Und damit bin ich beim zweiten und für diesen Artikel eigentlichem Thema: Liebe und Partnerschaft aus der Konfliktbetrachtung.

Mit der Liebe seines Lebens und wie in meinem Fall sogar lange erkämpftem Seelengefährten zusammenzuleben, bedeutet keineswegs Konfliktfreiheit.

Seelenlieben sind keinesfalls konfliktfreie Zonen

Trotz aller mentaler Arbeit vergangener Jahre, dem Auseinandersetzen und Weitergeben von psychologischen Aspekten wie Charaktermerkmalen oder Konfliktsteuerungsmodellen, sind am Ende auch wir genauso Menschen, wie alle anderen Liebenden. Wir haben unsere eigene Geschichte hinter uns, diverse Schutzmechanismen um uns und entsprechende Filmkonstrukte unserer Fantasien. Zuweilen kollidierend mit unseren Vorstellungen von Alltag und Zukunft.

Wir streiten, wir lernen, wir wachsen. Und dann noch mal von vorn.

Um nun den Kreis zur Magie und meiner aktuell mangelnden Zeit zu schließen.

Gestern hatten wir einen saftigen Streit. Mars-/Venus-Klassiker.

Ich dachte darüber nach, meinen vor Jahren schon einmal entwickelten Konfliktkurs für die Liebesflüsterei aufzubereiten und das Thema im hiesigen Blog aufzugreifen, sobald ich Zeit finde.

Dann öffnete ich Facebook und das allererste Posting, was sich mehr zeigte, drehte sich um Paarkonflikte. Meine liebe und geschätzte Kollegin Barbara Wanning, ihrerseits Profi in der stressfreien Kommunikation hatte einen Artikel genau zum Thema geschrieben, den ich hiermit empfehlen und verlinken möchte:

➡  zum Artikel „Hilfe! Unser Streit ist eskaliert!“

Ganz bestimmt werde ich das Thema beizeiten auch noch einmal aufgreifen. Auf die Schnelle kann ich jedem Leser aber schon mal eines mitgeben: Konflikte sind so menschlich wie deren auslösende Emotionen. Ich finde lediglich deren Umgang in unserer Gesellschaft weder zielführend noch in Ordnung. Denn ich erlebe es bei meinen Klienten immer wieder, dass sie sich schlechter als andere fühlen, weil sie ihrer Meinung nach nicht richtig ticken und sich anders verhalten müssten/sollten/wollten. Allerorts wird absoluter Perfektionismus als Maß aller Bestrebungen propagiert, selten reine Menschlichkeit. Ganz im Gegenteil, jede Perfektion, jede Verhaltensvorgabe zerstört meiner Ansicht nach ihr eigenes Ziel: Menschlichkeit!

Der ergiebigste Schlüssel ist jener der Aufklärung. Menschliche Verhaltensweisen, Konfliktmuster und Phasenverläufe als „hinter allen geschlossenen Türen mehr oder weniger typisch“, (an)zuerkennen hilft ungemein, sich und seine eigene Partnerschaft nicht mehr als unnormal, krank und absonderlich einzuordnen, sondern als normal, absolut typisch und gewinnbringend.

Eure Tanja

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Als Mutter von 3 anspruchsstarken Kindern, nach Trennung, unglaublich hohen eigenen Erwartungen als Mentaltrainerin & Coach sowie vielen Jahren permanenter Fortbildung, Stolperfallen und Reflexion, dachte ich, mich würde nichts mehr umwerfen. Doch dann begegnete mir die Liebe meines Lebens und stellte selbst mein Herz auf den Kopf. Als Texterseele und Muse ist es mir ein großes Anliegen, offen zu meinen Erlebnissen zu stehen, gerade auch jene, die schmerzhaft waren. Am Ende führten sie mich durch die tiefe Nacht meiner Seele, zu Gott und schließlich in die gelebte Partnerschaft mit meiner großen Liebe (in Dualseelenkreisen gern als "Union" bezeichnet). Nimm' nur jene Worte und Erfahrungen an, die Dir gut tun und Dich weiter bringen und "hau' in die Tonne" was für Dich nicht passt ;-). Gern begleite ich Dich als Coach bei der Integration Deiner eigenen Geschichte hin zu Deinem würdevollen Selbst ❤.

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